Anrauth - Berwang - Berwangertal

Kleine Geschichte über unsere Heimat!

Wissenswertes über die Anfänge und Besiedlung des Berwangertals.

Die ersten Bewohner im Berwangertal waren, davon geht man im Allgemeinen aus, im 13. Jahrhundert bereits vom Gurgltal (von Nassereith oder Imst aus über die Tarrenton) gekommen. Wahrscheinlich waren es Bärenjäger. Ihnen gefiel es so, dass sie geblieben sind - Gott sei Dank!

Am Anfang entstanden Weiler, diese wiederum enstanden aus Schwaigen (Sennhütten) und Einzelhöfen. Die erste erwähnte Siedlung war Namlos im Jahre 1286. Berwang wurde urkundlich erstmals am 27. Juni 1434 unter dem noch heute gültigen Namen Berwang erwähnt. Davor wurde es Perg oder Perwang genannt. 1441 wurde Berwang als eigene Anwaltschaft (die politischen Gemeinden wurden erst ab 1793 als Gemeinden bezeichnet) errichtet. 1793 umfasste Berwang die Orte Berwang, Rinnen, Rauth, Anrauth, Brand, Mitteregg, Namlos, Kelmen, Gröben, Tal, Kleinstockach und Bichlbächle. Namlos und Kelmen sind seit 1949 als Gemeinde Namlos selbständig. Die Fläche des gesamten Gemeindegebietes umfasst heute ca. 43 km².

Wie der Name Berwang entstand, ist nicht ganz klar. Es gibt zwei Theorien. Die Eine sagt, dass Berwang "einen grünen, nicht angebauten, ziemlich ebenen Platz mit Beeren" bedeutet, die Andere leitet Berwang von Bärwang (Bär und wang=Wiese), also Bärenwiese ab. Die zweite Theorie wird durch den Berwanger Flurnamen Bärenbad noch unterstützt, außerdem hat Berwang als Gemeindewappen einen schwarzen, aufrechten Bären auf silbernem Untergrund mit grünem Schildfuß. Dieses Wappen wurde von der Tiroler Landesregierung 1955 der Gemeinde verliehen.

Im Jahre 1900 begann es!

Der Fremdenverkehr hat in Berwang zwischenzeitlich einen sehr hohen Stellenwert. Bereits im Jahr 1900 kamen die ersten Ausländer, 1906 beherbergte man bereits die ersten Wintergäste. Weihnachten 1914 wurde bereits der erste Skiunterricht abgehalten. Der Fremdenverkehrsverein wurde 1926 gegründet. Das erste Hotel wurde 1927 gebaut. Der erste Skilift (auf den Hochbichl) wurde 1949 gebaut.

Unabhängig davon hatte Berwang bereits vor 1900 Fremdenverkehr, der bekannteste war sicherlich König Maximilian II. von Bayern mit seinen Söhnen Ludwig II. und Otto I. (später waren beide auch Könige).

Wichtige Eckdaten:

  • 1902 Telegrafenamt
  • 1906 Anschluss an das Telefonnetz
  • 1914 Bau einer Trinkwasseranlage
    1925 und 1949/1950 Erweiterung
  • 1922 Inbetriebnahme des Elektrizitätswerkes am Mühlboden
    (in den dreißiger Jahren Anschluss an das Elektrizitätswerk Reutte)
  • in den fünfziger Jahren wurde die Straße gebaut (von Bichlbach bis Stanzach)

Übrigens:
Ein Stück Geschichte steht direkt neben unserem Gästehaus Alpenperle. Das Haus unserer Vorfahren wurde bereits vor 300 Jahren erbaut!

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